Willich & Gescher 2017

Unser Ausflug nach Willich & Gescher

Am Samstag, den 24.06.2017, sind wir pünktlich um 6:30 Uhr am ADAC-Parkplatz in Mannheim losgefahren. Gegen 11:30 Uhr sind wir auf dem Gelände der Großimkerei van den Bongard in Willich, NRW, angekommen. Dort erwartete uns ein Vortrag vom Imkermeister Johann van den Bongard. Er gab uns einen Überblick über seine Geschäftsfelder, zu denen die Königinnenzucht, der Verkauf von verschiedenen Honigsorten, Kerzen und anderen Produkten, aber auch die Durchführung von Kursen wie Kerzengießen oder dem Halten von Vorträgen gehören. In dem Vortrag für den Bienenzüchterverein Mannheim e. V. stellte er seine Betriebsweise vor. Die Imkerei umfasst ca. 600 Bienenvölker. Nach Jahren des Ausprobierens hat sich Imkermeister van den Bongard für das Imkern mit Dadant in Zargen mit Platz für 12 Rähmchen entschieden. Hintergrund ist, dass so immer 10 Rähmchen und ein zwei-Rähmchen-breites Futterrähmchen in der Beute Platz haben. Die Futterrähmchen müssen somit nicht extern gelagert werden und sind immer im Volk, wenn sie benötigt werden. Im Honigraum arbeitet die Imkerei van den Bongard dagegen mit 10 Rähmchen und Abstandshalter.

Nach dem Vortrag, der von einem einfachen, aber leckeren Mittagessen unterbrochen worden war, sind wir zum Schloss Dyck gefahren. Dort konnten wir den Schlosspark auf eigene Faust erkunden und sind im Schloss über Ziegenledertapete gestolpert, die den kompletten Raum umfasste. Nach einem hervorragenden Abendessen sind wir zu dem Gästehaus gefahren, in dem wir übernachtet haben.

Am nächsten Morgen gab es nach einer kleinen Schnitzeljagd, bei der es galt, den Frühstücksraum zu finden, ein reichhaltiges Frühstück. Anschließend sind wir rund 100 km nach Gescher gefahren. Dort erwartete uns ein erfahrener Imker, der uns durch das westfälisch-niederländische Imkereimuseum führte. Im Vorraum des Museums konnten wir Vorläufer der heutigen Honigschleuder bewundern. Anschließend kamen wir in einen Raum, in dem es um das Zusammenspiel der verschiedenen Tierarten von den Insekten bis hin zu den Raubvögeln geht. Im nächsten Raum konnten wir mehrere Schaukästen bewundern, in denen die Bienen fleißig waren. Auch zeigte uns der Imker, der in seiner besten Zeit selbst rund 100 Völker hatte, die Entwicklung des DIB-Glases von der Anfangszeit über die Zeit von BRD und DDR, in der der Westen den Osten dazu zwang, das Logo herauszunehmen. Im nächsten Raum betonte der Imker die Bedeutung der Bienen und der Wachsgewinnung in der Vergangenheit. So verfügt das Museum über ein Dokument, das besagt, dass einst ein sehr großes Gebiet, welches heute einen Wert von ca. 2 Mio Euro hat, damals für ½ Kilo Bienenwachs a 100 Jahre verkauft worden sei. Die Bedeutung der Bienen war in der Vergangenheit so groß, dass sie sogar als Wappentier eingesetzt worden sind. Der nächste Raum zeigte eine große Auswahl an Bienenkörben und deren regionale Besonderheiten. Nach einem Abstecher nach Afrika und einem Beispiel wie dort die Bienenkörbe aussehen, sind wir in den letzten Raum gekommen, in dem wir eine beeindruckende Sammlung an Insekten in Bernstein bewundern durften. Die im Bernstein konservierten Insekten konnten sowohl mit einer Lupe betrachtet werden als auch über ein vergrößertes Foto.

Nach dieser sehr interessanten und kurzweiligen Führung ging es zu Fuß zum Restaurant, in dem wir zu Mittag aßen. Nach dem Mittagessen begaben wir uns auf die Heimreise. Gegen 19:30 Uhr kamen wir wieder auf dem ADAC-Parkplatz in Mannheim an.

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